Geräuschpegelmessung, Nahfeld

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Beste Grüße
jason
  • Geräuschpegelmessung nach Rili97/24EG, Messmethode (P) = Nahfeldmessung = polizeiliche Messung:


    Mikrofonstellung:
    Gemessen wird mit zum Auspuffaustritt in gleicher Höhe, aber mindestens 0,2m über dem Boden, 0,5m entfernt in einem Winkel von 45°. Der Abstand zu den Bordsteinkanten oder ähnlichen (kleinen) Hindernissen muss mindestens 1m betragen. Bei mehreren Auspufföffnungen mit Mittenabstand kleiner als 0,3m Mikrofon der Mündung zuordnen, die dem Kraftradumriss am nächsten liegt. Bei mehreren Auspufföffnungen mit Mittenabstand größer als0,3m erfolgen getrennte Messungen für jede Öffnung. Der Größte Wert ist dann entscheidend.


    Messdrehzahl:
    Messdrehzahl: ½ der Nenndrehzahl, wenn die Nenndrehzahl > 5000min-1
    Messdrehzahl: ¾ der Nenndrehzahl, wenn die Nenndrehzahl < 5000min-1


    Ist die Messdrehzahl erreicht muss sie kurz gehalten werden, und die Gasdrossel anschließend schnell in Leerlaufstellung zurückgeführt werden.


    An jedem Messpunkt mindestens 3 Messungen, Messwerte sind auf ganze dB auf / bzw abzurunden. Messwerte sind nur gültig, wenn 3 aufeinander folgende Messungen um nicht mehr als 2dB(A) abweichen.
    Störgeräusche müssen mindestens 10dB(A) unter dem zu messenden Geräuschpegel liegen.


    Messergebnis:
    Größter Wert, auch wenn dieser erst bei Gaswegnahme erreicht wird.
    Messtoleranz: insgesamt 5dB(A); 3 Verschleiß + 2 Messgerätetoleranz


    Übers Gelände:
    Die Messung muss auf einer ebenen Fläche, die mit hartem, straßenähnlichem Material überzogen ist, stattfinden. Abmessungen des Messbereiches ergeben sich aus einem Rechteck, dessen Seiten mindestens 3m von den Fahrzeugumrissen entfernt sind, und in dem sich keine nennenswerten Hindernisse wie andere Personen befinden.
    Ein Umweg von mehr als (ich glaub 5km sinds, aber das les ich nach und editiers dann rein) zur Messstelle gilt als nicht zumutbar.


    In dieser Messmethode, die zur Überprüfung des Referenzwertes (offizielles Standgeräusch) ist, werden sehr oft Fehler gemacht. Die häufigsten sind Personen im Messbereich, Bordsteinkanten usw.
    Im Falle einer zweifelhaften Messung sollte man ein paar Bilder schießen (ja nicht sagen zu was die sind!,) und anschließend die Messung für nichtig erklären lassen, bzw. anfechten.
    (Natürlich erst, wenn man das Schaf im trockenen hat, bzw. das Mopi in der Garage mit orig endtopf)




    Dieser Text ist mit Einverständnis von Raigmore aus dem ZXR750 forum, vielen dank an ihn dafür :daumen:

  • So ist das.
    Viele Auspuffhersteller sind aber inzwischen in der Lage nen guten Sound hinzukriegen ohne daß das zu messende Stangeräusch die Toleranz überschreitet.

  • Wichtig könnte noch sein, daß Messungen z.B. bei der jetzigen kalten Witterung immer lauter ausfallen. Das ist zwar nirgends erwähnt, ist aber so.
    Könnte ja ein guter Ansatzpunkt sein, so eine Mesung nach "Nichtbestehen" anzufechten. Die Chancen sollten ganz gut stehen.


    Gruß, Ulf

  • Hm. Am Sonntag haben sie meinen Kumpel mit der Triumph angehalten. Der hat
    diesen Shark 2-Rohr ESD (übereinander, wenn ihr wisst was ich meine.). Der Topf
    hat E-Prüfzeichen und ist eingetragen. Aber die Rennleitung hat 3 Phon zuviel
    gemessen und ihn zum TÜV geschickt. (Mittlerweile zum 3. Mal)Der dreht bald durch. :vogel:


    Ich denk auch dass hier meist falsch gemessen wurde. :idea:

  • Ab zum Institut für Technische Akustik (da würd ich in Berlin hingehen) und die Staatskasse den ganzen Mist zahlen lassen, wenn die wirklich erlaubt ist, ebenso den Tüv-termin. Mal sehen wenn da Prof.-Dr.-Ing draufsteht (hat vielleicht der Studi gemessen) wie Dumm die Wegelagerer dann schauen.



    mfg